SEIS – Selbstevaluation in Schulen

Interpretation und Auswertung des SEIS Berichts 2008

An der Umfrage haben insgesamt 413 Eltern, Schüler und Lehrer teilgenommen. Die Rücklaufquote der einzelnen Gruppen lag über 80%, mit Ausnahme der Gruppe „Eltern 11. Klasse“ (Rücklaufquote: 42%). Der Umfragezeitraum umfasste den kompletten November 2008. Die Auswertung des SEIS Berichts erfolgte in mehreren Schritte:

1. Schritt: Auswertungskonferenz

Die Auswertungskonferenz beschrieb die einzelnen Qualitätsdimensionen des SEIS Berichts und bereitete die Interpretation vor. Sie reduzierte den umfassenden Bericht auf relevante/abweichende, positive wie negative Ergebnisse.

Die Zusammensetzung dieser Auswertungskonferenz war so gewählt worden, dass die Gruppen, die an der Umfrage teilgenommen haben, auch repräsentiert werden. Insgesamt sollte diese Gruppe eine Anzahl von 12 nicht überschreiten. Die Größe ergibt sich aus der Anzahl der auszuwertenden Qualitätsbereiche. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung sollte ebenfalls eine Multiperspektivität erreicht werden, die die Interpretation möglicherweise bereicherte. Der Zeitbedarf für eine solche Auswertungskonferenz war mit ½ Tag angesetzt. Die Beteiligten sollten die Ergebnisse so aufbereiten, dass sie diese im nächsten Schritt als (Talk-Cafe) präsentieren und erläutern können.

Ergebnisse der Auswertungskonferenz

2. Schritt: Talk Cafe

Die Ergebnisse der Auswertungskonferenz wurden dann den entsprechenden Gremien (LK, SK, Schulpflegschaft, SV Gremium) vorgestellt, die diese zum einen diskutieren und zum anderen den Entwicklungsbedarf feststellen sollten.

Die Form war eine Art „Talk Cafe“. In dieser Präsentationsform präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse in 5 Minuten einer Teilgruppe und anschließend wurde in dieser Kleingruppe über die Ergebnisse dieses Qualitätsbereichs diskutiert. Nach insgesamt 10 Minuten wechselte die Teilgruppe den Stand und befasste sich mit der nächsten Qualitätsdimension. Als nächstes werden alle Ergebnisse in den Teilgruppen der Schule diskutiert und Entwicklungsschwerpunkte festgelegt.

3. Schritt: Diskussion in den einzelnen Gremien und Schwerpunktsetzung

Entwicklungsschwerpunkte aus der Sicht der Schulpflegschaft

  1. Außerschulische Lernorte, außerschulische Aktivitäten verstärkt in den Schulalltag einbinden
  2. Verbesserung der Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern in Form von Schülerbefragung, Schülersprechtag o.ä. Ziel: Rückmeldung für die Lehrer über ihren Unterricht Ziel: Rückmeldung für die Schüler über ihr Verhalten/ihre Leistung (Raum für Lob, Kritik, Anregung, Beratung, Förderempfehlung…)
  3. Ausweitung/ Intensivierung der Teamstrukturen
  • Ziel: Verbesserung der Konzeptarbeit, der Einarbeitung neuer Mitarbeiter; Intensivierung des fächerübergreifenden Lernens

Entwicklungsschwerpunkte aus der Sicht der Schülervertretung

1. Einbindung des Alltags in den Unterricht

  • Anatomie (Sport)
  • Ernährungslehre
  • Drogen
  • Haushaltslehre
  • Lebenslehre: Steuern, Versicherung etc.
  • Musik: Projekte, Videos
  • Kaiserin-Augustas Geschichte
  • Kunst: Fotografie

2. Exkursion

  • Vorlesungen
  • Jugendgericht
  • Bibliothek
  • Bayerwerke
  • Müllkippe
  • Kooperation mit Altersheim
  • Synagoge, Moschee
  • Experten einladen
  • Fremdsprachenabend

►Durchführung: Betreuung durch Oberstufenschüler; allgemeiner Exkursionstag: z.B. Tag der Sprachen bzw. Tag der Naturwissenschaften

3. Ganztag

  • Sport-AGs – Schulmannschaften (Schulidentität)
  • Sportarten ausprobieren: Beachvolleyball, Wasserski, Bahnradfahren (Sporthochschule)
  • Hausaufgabenbetreuung durch Oberstufenschüler
  • Kochen!! (wenn wir eine Küche hätten)

Entwicklungsschwerpunkte aus der Sicht der Lehrerkonferenz

  • Ergebnisse:

Integration der Lebensumwelt der Schüler in den Unterricht
Einbindung von außerschulischen Lernorten in den Unterricht

  • Lernen und Lehren

Entwicklung individueller Förderkonzepte
Einbindung von außerschulischen Lernorten in den Unterricht
Schüler Feedback
Alternative Formen der Leistungsanforderungen bzw. Leistungsbewertung
Pünktlichkeit der Lehrer
Unterrichtsstörungen durch Schüler
Fächerübergreifendes Lernen/Lehren

  • Schulkultur

Ausbau des Ganztagsbetriebs (AG, HABetreuung)
Präsenz der Ansprechpartner

  • Führung und Schulmanagement

Präsenz der Schulleitung
Organisation des Vertretungsunterricht
Verbesserung der Arbeitsbedingungen

  • Professionalität der Lehrkräfte

Konzept zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter
Kollegiales Beratungsangebot
Etablierung von Teams auf unterschiedlichen Ebenen

  • Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung

Lehrer-Feedback durch Schüler

Aus diesen Punkten wurden als Schwerpunkte die

  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und
  • Verbesserung und Ausbau des Ganztagsbetriebs

durch Abstimmung herausgefiltert. Als mögliche weitere Punkte folgen

  • Einbindung außerschulischer Lernorte
  • Entwicklung individueller Förderkonzapte
  • Alternative Formen der Leistungsanforderngen und Leistungsbewertung
  • Unterrichtsstörungen durch Schüler

Zusammenfassung der unterschiedlichen Ergebnisse:

  • Schwerpunkt 1: Ganztagsbetrieb und individuelle Förderung und Arbeitsbedingungen
  • Schwerpunkt 2: Außerschulische Lernorte

Wie geht es weiter:

Zu einzelnen Punkten wie Ganztagsbetrieb oder individuelle Förderung bestehen Arbeitsgemeinschaften, die in diesem Bereich arbeiten und so die Schule in diesen Punkten weiterentwicklen. Die beiden anderen Bereiche befinden sich in der Planung.

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