Studientag

Die Steuergruppe beantragt für den kommenden November einen Studientag zum Thema:

„No man is an island“

Verknüpfungen, Fokussierungen, Zielsetzungen des Schulprogramms für die Weiterentwicklung der KAS und die Bedeutung für das schulische Alltagshandeln und die Qualitätssicherung !

Zentrale Fragestellungen

1.)  Die Grundsätze und Leitgedanken der KAS (Schulverfassung/ Schulprogramm) – Wie vernetzen sie sich mit den vielfältigen Facetten, die das Bild der KAS prägen, und die Qualität der Schule bestimmen?

2.)  Wo ergeben sich aus den Grundsätzen des Schulprogramms Gestaltungsmöglichkeiten und Möglichkeiten der Stärkung der schulischen Arbeit?

Begründung:

  • Der Wandel innerhalb des Kollegiums: Die Altersstruktur hat sich geändert; viele von uns kennen die Einzelheiten der Schulentwicklungsdiskussion seit Ende der 90iger Jahre bzw. der letzten 10 Jahre nicht mehr.
  • Die letzte Diskussion des Schulprogramms fand 2005 statt.
  • Die gemeinsame Verständigung auf Ziele und Grundsätze der schulischen Arbeit erleichtern und unterstützen die Praxis im Schulalltag und das gemeinsame pädagogische Handeln.
  • Die Dynamik der gesellschaftlichen Entwicklung bleibt nicht ohne Auswirkung auf die schulische Arbeit und erfordert auch Anpassungen.
  • Evaluationen und Qualitätssicherung gehören zum selbstverständlichen Handwerkszeug der ‚lernenden Organisation’.
  • Das Kennenlernen und der Austausch der unterschiedlichen Facetten, also das Wissen was der Andere macht, ermöglicht Teambildung und schafft Synergien

Das Schulprogramm

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3 Kommentare to “Studientag”

  1. Lieber Roman,
    danke für die Infos. Ich bin froh darüber, dass sie so früh kommen, dass man sich vor der Konferenz noch austauschen kann. Ich habe ein paar Fragen und Bitten und will die ebenfalls frühzeitig schicken.

    Ich finde bei euren Begründungen für Antrag 1 keinen Hinweis darauf, dass euer Vorschlag etwas zu tun hat mit der Bedarfsermittlung, die an der Pinnwand „vollzogen“ worden ist. Berücksichtigt der Vorschlag denn die Umfrageergebnisse? Diese Aushänge sind nicht mehr an der Wand, ich weiß nicht, wer sie hat. Falls ihr sie habt, könntet ihr sie bitte zurückhängen, damit wir Kollegen prüfen können, ob Mehrheitswünsche bei eurem Vorschlag berücksichtigt sind bzw. wie wir ihn modifizieren können, falls wir finden, dass unsere Wünsche zu wenig berücksichtigt sind.

    Ich bin froh, dass du etwas geschickt hast, was den Titel „Schulprogramm“ trägt. Ich bin nämlich schon seit längerem auf der Suche nach dem Programm. IST DAS ABER UNSER SCHULPROGRAMM? Ich glaube nicht. Das sind nur aktualisierende und fortschreibende Passagen. Man erkennt es schon allein daran, dass es ein „I.“ gibt („Grundsätze des Schulprogramms“), aber kein „II.“ Ich glaube zu erkennen, dass nicht einmal alle (?) Änderungsbeschlüsse einer SK vom 8.12.2005 eingearbeitet sind. Ich vermisse weiterhin viele bei der Entstehung des Programms formulierte und noch nicht überarbeitete Passagen, z.B. die zum Französischprofil oder zur Leseerziehung. Die sind ja nicht gestrichen worden. Mir würde recht gut gefallen, wenn wir das derzeit geltende Programm fänden und allen zugänglich machten.

    Andererseits: Es sieht so aus, als interessierte sich seit fünf Jahren keine Sau für diesen Text. Heißt das nicht, dass wir ihn gar nicht brauchen? Sollen wir nicht lieber miteinander reden, Unterricht planen, über schwierige pädagogische Situationen uns austauschen und und und … und diesen Text, der sowieso wieder in der Versenkung verschwinden wird, einfach ignorieren? Das würde mir noch viel besser gefallen.

    Winzige Bitte zum Schluss: Könnte das zweifellos schöne (aber doch englische) Donne-Zitat nicht ins Kölsche gebracht werden? Denkt an den Termin der Fortbildung, es ist der 11.11.! Auf Anhieb fällt mir „drink doch ene mit“ ein :))

    Liebe Grüße von Bärbel

  2. Liebe Frau Menke,
    leider finde ich erst jetzt Zeit auf die Debatte um den Fortbildungstag bzw. das Schulprogramms einzugehen. Zunächst möchte ich Ihnen ausdrücklich danken, dass sie sich in die Debatte eingeklinkt haben, denn eine breite Debatte um die gemeinsamen Zielstellungen ist unverzichtbar und ich bin der Meinung, dass das Kollegium, aber auch die Schulgemeinde insgesamt, möglichst aktiv daran teilnehmen sollte. Es geht um wichtige Fragen.
    In der Sache antworte ich wie folgt.
    1. Die FB-Planung ist bekanntlich Teil der LK am kommenden Dienstag. Dort werde ich über die Auswertung der Kollegiumswünsche berichten; der LR kennt die Übersicht. Ich hoffe, dass zu der ein oder anderen Veranstaltung noch weitere Kollegen in der Konferenz ihr Interesse an einer Teilnahme anmelden, denn die Interessebekunden sind spärlich geblieben trotz mehrwöchigen Aushangs. Die angestrebten Veranstaltungen werden im Laufe des kommenden Jahres realisiert werden können. Unabhängig davon werden Sie unschwer erkennen, dass es eine inhaltliche Klammer zu dem Vorschlag der Steuergruppe für den Studientag gibt. Im Übrigen ist der Vorschlag mit dem LR in der Zielrichtung abgestimmt und entspricht Initiativen aus dem Kollegium. Mehr dazu in der Konferenz.
    2. Zum Schulprogramm: Sie haben völlig recht, wenn Sie beklagen, dass es keine gebündelte Fassung des Schulprogramms derzeit gibt. Das ist ein Manko – zweifellos, aber es ist es geht dabei um eine redaktionelle Anstrengung, die noch nicht erfolgt ist. Ich muss akzeptieren, dass die Kritik an mich geht, weil diese Seite der Aktualisierung bisher nicht erfolgt ist. Inhaltlich sind die Dinge aber klar: Das Schulprogramm gilt in der ursprünglichen Form von 2001 soweit es nicht aktualisiert bzw. ersetzt wurde durch den Beschluss von 2005 und alle weiteren Beschlüsse zur Schulentwicklung und weiteren beschlossenen Zielsetzungen der Schule. Dazu gehört im Übrigen auch die Schulverfassung. Es gehören dazu auch die Entwicklungsziele aus dem Vertrag zum Projekt ‚Selbstständige Schule’ (Kooperationsvertrag) Es ist zweifellos sehr wünschenswert, dass wir zeitnah die redaktionellen Arbeiten daran aufnehmen – ich hoffe, dass spätestens in den Sommerferien ein Zeitfenster dafür frei ist. Mitarbeit ist herzlich willkommen.
    3. In Ihrer Bewertung des Schulprogramms widerspreche ich Ihnen ausdrücklich und mit Entschiedenheit.
    a) Es ist nicht so, dass das Schulprogramm keine Rolle im Schulalltag spielte. Dafür gibt es so viele Belege, dass ich sie hier gar nicht alle aufführen kann. Ich erinnere z.B. an die Fragen der Unterrichtsentwicklung, das Methodenkonzept, die Medienfrage, die Förderungsinitiativen etc. Damit hängen zusammen, Investitionsentscheidungen und Ressourceneinsatz, Fortbildungen, Fahrtenkonzept, Schwerpunktsetzungen im Angebot der Schule und in der Zusammenarbeit, Aufgabenbereiche und Prioritäten im Kollegium und der Schulorganisation, um nur einige wenige Aspekte anzudeuten. Alle schulinternen Curricula gehören übrigens automatisch auch dazu. Diese darin enthaltenen Zielsetzungen und Vereinbarungen sind für alle handlungsleitend. Das Ansehen der Schule von außen hängt im Übrigen sehr stark auch damit zusammen: Das ist nicht nur ein Aspekt bei den Lehrereinstellungen, sondern auch bei zahlreichen Entscheidungen von Eltern, ihre Kinder zu uns zu schicken – das ist belegbar. Auch die SEIS-Evaluation ist darauf eingestellt.
    b) Wo mehr als 70 Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten und eine so komplexe Aufgabe wie schulisches Lernen zu organisieren haben, ist es unausweichlich und für das gemeinsame System überlebenswichtig, gemeinsame pädagogische Zielsetzungen und Vereinbarungen zu haben. Ich denke, darüber müssen wir nicht streiten.
    c) Das Schulprogramm ist Teil des gesetzlichen und dienstlichen Auftrags und nicht in die Beliebigkeit gestellt. Basis ist § 3 des Schulgesetzes. Die Schule und jede Lehrperson ist zur Qualitätssicherung verpflichtet; diese abzusichern, dient auch das Schulprogramm. Es heißt dazu in §3 (Schulische Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Qualitätsentwicklung und –sicherung): „ (1) Die Schule gestaltet den Unterricht, die Erziehung und das Schulleben im Rahmen der Rechts- und Verwaltungsvorschriften in eigener Verantwortung. Sie verwaltet und organisiert ihre inneren Angelegenheiten selbstständig. Die Schulaufsichtsbehörden sind verpflichtet, die Schulen in ihrer Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu beraten und zu unterstützen. (2) Die Schule legt auf der Grundlage ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags die besonderen Ziele, Schwerpunkte und Organisationsformen ihrer pädagogischen Arbeit in einem Schulprogramm fest und schreibt es regelmäßig fort. Auf der Grundlage des Schulprogramms überprüft die Schule in regelmäßigen Abständen den Erfolg ihrer Arbeit, plant, falls erforderlich, konkrete Verbesserungsmaßnahmen und führt diese nach einer festgelegten Reihenfolge durch. (3) Schulen und Schulaufsicht sind zur kontinuierlichen Entwicklung und Sicherung der Qualität schulischer Arbeit verpflichtet. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung erstrecken sich auf die gesamte Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule.“ Ich mache darauf aufmerksam, dass das Schulprogramm auch Basis ist für die Qualitätsanalyse, die derzeit an allen Schulen in NW durchgeführt wird. Die Arbeit der Schule wird auch daran gemessen.
    Ich denke, dass es vor diesem Hintergrund keinen Sinn macht, die Arbeit und die Auseinandersetzung mit dem Schulprogramm ins Lächerliche zu ziehen. Es geht dabei auch nicht um irgendeine beliebige und unverbindliche Reklameschrift, sondern um die Grundsätze des gemeinsamen Handelns in der Schule und die Schwerpunkte der gemeinsamen Anstrengungen.
    Vor dem Hintergrund, dass wir einen starken personellen Wechsel im Kollegium haben, ist es sinnvoll, gemeinsam an der Problematik zu arbeiten. Dass dazu eine in der Regel zweistündige Lehrerkonferenz keinen Rahmen bietet, scheint einleuchtend. Ob sich Änderungsvorstellungen bzw. Ziele oder weitere Aktualisierungswünsche inhaltlicher Art ergeben, muss sich zeigen. Wichtig wäre es zunächst einmal, auch uns selbst noch einmal zu orientieren und zu klären, auf was wir uns verständigt hatten und wie und wodurch wir uns den gemeinsamen Zielen nähern können.
    Sicher bedarf die Problematik einer breiten Diskussion. Eine Möglichkeit dazu besteht sicher am kommenden Dienstag, ganz unabhängig von den sonstigen vielen Anlässen, die uns der Alltag bietet.

    Ihnen noch ein erholsames und angenehmes Wochenende.
    P.Löwen

  3. Stellungnahme der Steuergruppe:

    1. Planung des Studientages

    Die Planungen dieses Studientag beruhen zum einem auf der Umfrage, die aus einer der letzten Lehrerkonferenzen entstanden ist und zum anderen aus Überlegungen zahlreicher Steuergruppensitzungen. Die Auswertung der Wünsche zeigt ein recht diffuses Bild. Einige Themen eignen sich nicht für einen Studientag, andere wurden nicht nachgefragt. Die grundsätzlichen Überlegungen und Begründung haben wir im Antrag formuliert. Wir sind der Meinung, dass dringend notwendig ist, eine Vernetzung des alltäglichen Handelns mit den Zielen der Schule zu erreichen um die Ziele und Grundsätze der Schule stärker in den Alltag zu integrieren.

    2. Schulprogramm und Fortschreibung
    Das Schulprogramm stammt aus dem Jahr 2001. Es wurde im Jahr 2005 fortgeschrieben und ergänzt bzw. aktualisiert (z.B. Medienkonzept [2005]).
    Ergänzt wird das Schulprogramm um die Schulverfassung.
    Zur Notwendigkeit eines Schulprogramm diesmal ein Zitat von Mark Twain: „Wer nicht weiß, wo er hin will, wird sich wundern, dass er ganz woanders ankommt.“ Der vorgeschlagene Titel „No man is an island“ symbolisiert ganz gut unser Anliegen am Studientag: es geht um Verknüpfungen und Vernetzungen unterschiedlicher Projekte, Arbeitsgruppen usw. Dieses Zitat trifft ganz gut die Tatsache, dass unser individuelles Handeln im Unterricht nicht isoliert zu sehen ist, sondern mit anderen Konzepten verknüpft sein muss.
    Wir freuen uns auch über Stellungnahmen/Anregungen des restlichen Kollegiums.

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