Netbook vs Tablet-PC

In einer heutigen Diskussion im Lehrerzimmer wurde die These aufgeworfen, ob es nicht sinnvoller sein, statt eines Tablet-PC auf die Lösung der Netbook zurückzugreifen. Die Argumente bezogen sich auf der einen Seite auf die Ausstattung der Hardware (fehlender USB Anschluss, fehlender Druckeranschluss, fehlende Dateiverwaltung, Abspielen von DVDs) und auf der anderen Seite auf die Kosten. Aus unserer Sicht sind diese Probleme z.T schon behoben bzw. spielen für die Frage: „Ist ein Tablet-PC eine sinnvolle Ergänzung für die Ausstattung der Schule“ keine Rolle.

Begründung:

Problem: Druckeranschluss fehlt

Lösung: Die Notwendigkeit etwas zu drucken ist auch nicht gegeben, die Schüler schicken sich die Sachen per E-Mail nach Hause, um es dort zu drucken. An unseren Medienecken stehen auch keine Drucker, nur im Informatikraum und dort wird soweit ich es sehe und mitbekommen eher selten etwas ausgedruckt. Unter der neuen Software OS 4.2 wird ein Druckeranschluss zur Verfügung gestellt

Problem: USB fehlt

Lösung: Die bearbeiteten Dokumenten können allerdings über die E-Mail-Funktion verschickt werden. Als Alternative kann man das „piratenpad“ benutzen um Text zu schrieben, diese werden dann im Internet direkt abgelegt. Eine weitere Möglichkeit besteht, die von googledocs bereitgestellten Programme zu nutzen.

Problem: DVD abspielen

Lösung: Dies gelingt auch nur wenn das Netbook ein externe DVD Laufwerk besitzt. Die Notwendigkeit in dieser Hinsicht besteht auch nicht.  Man bräuchte, wenn alle Schüler die DVD schauen möchten 30 x das externe DVD Laufwerk und 30 x die DVD! Als Alternative kann man die neu angeschafften Notebook benutzten. Um eine DVD über den Tablet PC ist es notwendig, den Film über die zentrale Verwaltung auf die Tablet-PC zu spielen.

Problem: Keine Dateiverwaltung

Lösung: Schwachpunkt des Ipads. Es gibt aber Ausweichmöglichkeiten wie etherpad oder googledocs. Die fehlende Dateiverwaltung kann man sogar als Vorteil des iPad sehen (aus der Sicht des Administrators). Das regelmäßige Überprüfungen auf schadhafte *.exe Dateien entfällt, die Schülerinnen und Schüler haben keinen Zugriff auf die Dateistruktur. Mit der Version OS 4.2 steht nun ein Tool zur Verfügung, dass es ermöglich Daten auf dem Ipad zu verwalten, ohne dass es möglich ist auf die Systemeinstellungen zu zugreifen

Problem: Keine Benutzerverwaltung

Lösung: Mehrere Benutzerkonten erfordern erhöhten Administrativen Aufwand

Gegen die Nutzung von Netbook sprechen weitere Gründen:

  • Die Zeit für den Bootvorgang ist für die Netbook deutlich länger, je mehr Software auf den book aufgespielt wird, desto langsamer werden diese werden.
  • Die Netbook werden in der Regel mit einer Windows 7 basierten Version betrieben. Dadurch wird der administrative Aufwand zur Pflege nicht geringer. Zur Installation der Netbook wird in der Regel 1,5 Stunden benötigt (Installation der notwendigen Programme, Pflege der Updates usw.)
  • Die Administration von X-Netbooks wird erheblich höher sein, als die Pflege der Tablet-PCc. Die Netbook können nicht wie im Fall der Informatikräume über ein zentrales Image gespiegelt werden, da Netcologne den alleiniges Zugriff auf die Rembo-Verwaltung hat (Diese Rechtevergabe hängt mit dem Support-Vertrag zusammen). Die Pflege und Wartung der Tablet-PC wird über einen zentralen Account gewährleistet. Dies minimiert den Aufwand und die Pflege
  • Im Gegensatz um Tablet-PC handelt es sich bei der Software auf den meisten Netbook um eine abgespeckte Version von Windows 7. Das System von Apple ist dagen ein geschlossenes System, an dem die Schülerinnen und Schüler keine grundlegenden Einstellungen ändern können. Bei der windowsbasierten Version ist die Manipulationsmöglichkeiten deutlich höher.
  • Trotz der laufenden Programme im Informatikraum zur Überwachung der Schüler Arbeitsplätze finden sich auf dem Server immer wieder Dateien, die nicht im Unterrichtskontext stehen. Dies wird durch das geschlossene System eines Tablet-PC nicht möglich sein.
  • Die Verkaufszahlen für das Netbook sind rückgängig, dies könnte bedeuten, dass der Produktzyklus des System Netbook zu Ende geht!
  • Für die Ausstattung an Software müsste in diesem Fall auf Software zurückgegriffen werden, die für Notebook kompatibel ist. Das Netbook stellt also Software-technisch keine Weiterentwicklung dar.
  • Die Akkulaufzeiten eines Netbook sind kürzer, nach Quelle von heise.de oder chip.de liegen diese unter der Marke von 4 Stunden.

Für Nutzung von Tablet-PC sprechen weitere Gründen:

  • Die Verfügbarkeit von kleinen kostenlosen Programmen ist enorm. Ob es nun die Platform Android oder OS 4.2 ist. Der Zugang zu diesen Programmen wäre auf einem Netbook blockiert. Gerade die Apps im Bildungssektor sind zahlreich, Verfügbare Literatur ebenso.
  • Der administrative Aufwand ist deutlich geringer.
  • Die Steuerung mit Hilfe eines Tppuchscreens ist deutlich einfacher, als die über die Tastatur und über das Touchpad.Fazit:

Das Netbook ist keine Weiterentwicklung, es stellt letztendlich nur eine kleine Version eines Notebooks dar. Deshalb sprechen wir uns für die Anschaffung eines Tablet-PC als Ergänzung der Medienausstattung aus

Einige sehenswerte Quellen:

http://www.chip.de/artikel/iPad-gegen-Kindle-Netbook-Tablet-PSP-Co.-2_41166574.html

http://www.youtube.com/watch?v=DR56hJmxV5c

http://www.youtube.com/watch?v=9HOy5tsOc3A

http://www.youtube.com/watch?v=V_7w2JfojMA&NR=1

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1189070/3sat+neues%3A+Sendung+am+14.11.2010#/beitrag/video/1189070/3sat-neues-Sendung-am-14.11.2010


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